Inusphere und Plasmapherese – Die Unterschiede einfach erklärt
- Inusphere:
Inusphere ist ein Verfahren, das verwendet wird, um das Blut zu reinigen, insbesondere bei Patienten mit bestimmten autoimmunen Erkrankungen oder anderen Erkrankungen, die das Immunsystem betreffen. Es basiert auf der Idee der Immunadsorption, bei der spezifische Antikörper oder andere immunologische Substanzen aus dem Blutstrom entfernt werden, um die Krankheitssymptome zu lindern. Dieses Verfahren kann beispielsweise bei Krankheiten wie rheumatoider Arthritis oder systemischem Lupus erythematodes eingesetzt werden. - Plasmapherese:
Plasmapherese ist ebenfalls ein Verfahren zur Reinigung des Blutes, jedoch erfolgt hier die Entfernung von Plasma aus dem Blut des Patienten. Das Plasma ist der flüssige Teil des Blutes, der unter anderem Wasser, Proteine, Antikörper und andere Substanzen enthält. Durch die Entfernung und anschließende Wiederzufuhr von Plasma können bestimmte toxische Substanzen, schädliche Antikörper oder überschüssige Proteine eliminiert werden. Plasmapherese wird häufig bei Patienten mit Erkrankungen wie Guillain-Barré-Syndrom, Myasthenia gravis, bestimmten Formen von Immunthrombozytopenie und anderen Autoimmunerkrankungen eingesetzt.
Der Hauptunterschied zwischen den beiden Verfahren liegt also in dem, was genau aus dem Blut entfernt wird: Bei Inusphere werden spezifische immunologische Substanzen entfernt, während bei Plasmapherese das gesamte Plasma extrahiert wird. Beide Verfahren dienen jedoch dazu, bestimmte Krankheitssymptome zu lindern oder Krankheitsprozesse zu modulieren, indem sie schädliche Substanzen aus dem Blutkreislauf entfernen.

Plasmapherese / Detox-Apherese bei der Seegarten Klinik in Kilchberg ZH
Die therapeutische Plasmapherese ist ein Verfahren, bei dem das Blut mithilfe eines Filters in seine Bestandteile, nämlich das Blutplasma (die flüssige Komponente des Blutes) und die Blutzellen, getrennt wird. Dabei wird Blut durch ein Schlauchsystem aus einer Vene entnommen und mit einem blutgerinnungshemmenden Mittel, in der Regel Heparin, behandelt. Vor Beginn der Behandlung wird Ihr behandelnder Arzt entscheiden, ob das Einsetzen eines Katheters erforderlich ist. Je nach gewähltem Plasmaphereseverfahren erhalten Sie entweder das gereinigte Blutplasma zurück oder es wird die entnommene Menge an Plasma verworfen und durch Humanalbumin oder Frischplasma ersetzt. Die restlichen Blutbestandteile wie Blutzellen und Blutplättchen werden wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt.
Die Plasmapheresebehandlung erfolgt mithilfe eines speziellen Geräts, das sterile Einwegschlauchsysteme verwendet, die nach jeder Behandlung entsorgt werden. Während einer Plasmapheresebehandlung ist ein geringer Verlust an Proteinen, einschließlich Gerinnungsfaktoren, unvermeidlich, was die Gerinnungsfähigkeit des Blutes beeinträchtigen kann. Diese Faktoren können jedoch innerhalb weniger Tage wiederhergestellt oder durch die Gabe von Frischplasma ersetzt werden.
Nach der Behandlung kann es zu einer vorübergehenden Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit kommen. SGK empfiehlt eine Ruhepause von mindestens 60 Minuten nach der Apherese. Am Tag der Entnahme ist es nicht ratsam, Maschinen zu bedienen. Risikobehaftete Aktivitäten wie Tauchen, Bergsteigen oder Fallschirmspringen sollten erst am nächsten Tag wieder aufgenommen werden.
Während der etwa zweistündigen Blutfiltration werden je nach Indikation bestimmte Blutbestandteile aus dem Blutkreislauf entfernt, was auch zu einer Entfernung aus dem Gewebe der inneren Organe und der Haut führt. Dazu gehören unter anderem Immunglobuline (Antikörper), Immunkomplexe, Fette, Hormone, Proteine und Gifte.
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