Die bioaktiven Stoffe im Oregano, wie Carvacrol, Thymol und andere phenolische Verbindungen, können in den Blutkreislauf gelangen und unter bestimmten Bedingungen auch die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Hier ist eine Übersicht, wie das funktioniert:
1. Aufnahme in den Körper:
- Verdauungstrakt: Wenn Oregano oder Oregano-Öl oral eingenommen wird, werden die aktiven Verbindungen im Verdauungstrakt resorbiert.
- Metabolisierung: Nach der Aufnahme gelangen die Verbindungen über den Darm in die Leber, wo sie teilweise metabolisiert werden. Einige Stoffe bleiben jedoch aktiv und gelangen in den systemischen Blutkreislauf.
2. Transport im Blut:
- Sobald die Wirkstoffe im Blut sind, können sie über den Blutkreislauf im gesamten Körper verteilt werden. Ihre Bioverfügbarkeit hängt von Faktoren wie ihrer chemischen Struktur, Löslichkeit und der Dosis ab.
3. Passage der Blut-Hirn-Schranke:
- Lipophilie: Einige der aktiven Stoffe im Oregano, insbesondere Carvacrol, sind lipophil (fettlöslich). Das erleichtert ihre Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, da diese für fettlösliche Substanzen durchlässiger ist.
- Molekülgröße: Die relativ geringe Molekülgröße dieser Verbindungen begünstigt ebenfalls ihre Diffusion ins Gehirn.
4. Wirkung im Gehirn:
- Es gibt Hinweise darauf, dass Carvacrol und ähnliche Verbindungen im Gehirn neuroprotektive, entzündungshemmende und antioxidative Effekte entfalten können.
- Tierstudien haben gezeigt, dass Carvacrol das zentrale Nervensystem beeinflussen und z. B. angstlösende oder stimmungsaufhellende Wirkungen haben kann.
5. Studienlage:
- Studien, die sich mit der pharmakokinetischen Verteilung von Oregano-Stoffen befassen, bestätigen die Aufnahme ins Blut und die mögliche Passage ins Gehirn.
- Einige Forschungen an Tieren und in vitro zeigen, dass Carvacrol beispielsweise neuronale Entzündungen hemmen und die kognitive Funktion unterstützen könnte.
Fazit:
Die Wirkstoffe des Oregano können nach Einnahme in den Blutkreislauf gelangen und unter günstigen Bedingungen auch ins Gehirn. Ihre positiven Effekte auf das zentrale Nervensystem sind ein vielversprechender Ansatz für die weitere Forschung, insbesondere in Bezug auf neuroprotektive und entzündungshemmende Therapien.
