In diesem Text wird Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) beschrieben, eine Erkrankung, die durch anhaltende unerklärliche Müdigkeit und Unwohlsein gekennzeichnet ist. Zu den Symptomen gehören unter anderem leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, beeinträchtigtes Denken und Depressionen. Die Ursachen sind noch nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass immunologische Aktivierung und oxidative Belastung eine Rolle spielen.
Die Anzahl der ME/CFS-Patienten in den USA wird auf 836.000 bis 2,5 Millionen geschätzt. Obwohl es bisher unklar ist, ob es objektive biologische Abnormalitäten gibt, haben einige Studien Unregelmäßigkeiten im neurologischen Bild, Blutmarkern und im Energiestoffwechsel von ME/CFS-Patienten gefunden.
Molekularer Wasserstoff (H2) wird als gasförmiges Molekül betrachtet, das reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies selektiv abfängt und Zellen vor Schäden schützt. Es wurde festgestellt, dass H2 Müdigkeit bei Tieren und gesunden Menschen mindert, indem es Mitochondrien schützt. Mit diesem Hintergrund wurde eine Fallstudie durchgeführt, um die Wirksamkeit von H2-Gas-Inhalation bei vier ME/CFS-Patienten zu untersuchen.
Der erste Fall bezieht sich auf einen 58-jährigen Mann mit ME/CFS, der positiv auf die H2-Gas-Inhalationstherapie reagierte. Die Wirksamkeit wurde anhand der Canadian Consensus Criteria (CCC) bewertet, die auf 21 Symptomen basieren. Der Patient zeigte anfänglich Symptome im Jahr 2012, konnte aber erst 2019 diagnostiziert werden. Nach erfolglosen konventionellen Behandlungen wurde die H2-Gas-Inhalationstherapie angewendet und alle zwei Wochen anhand von Interviews und CCC bewertet.
Die Ergebnisse zeigten eine positive Wirkung, und der Patient berichtete über eine Verbesserung seiner Symptome. Dies könnte darauf hindeuten, dass H2-Gas-Inhalation bei einigen ME/CFS-Patienten wirksam sein könnte. Weitere Forschung ist jedoch erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen und die Mechanismen zu verstehen.
Molekularer Wasserstoff, chemisch abgekürzt H2, ist die zweiatomige, diatomare Form von Wasserstoff. Das bedeutet, dass es aus zwei Wasserstoffatomen besteht. Jedes Wasserstoffatom hat ein Atomgewicht von etwa 1,008 u (atomare Masseneinheiten). Daher hat ein Molekül H2 ein Molekulargewicht von etwa 2,016 u.

Die Entdeckung von molekularem Wasserstoff geht auf das Jahr 1766 zurück, als der britische Wissenschaftler Henry Cavendish es erstmals isolierte. Cavendish führte Experimente mit Wasserstoffgas durch, bei denen er Wasserstoff durch die Reaktion von Metallen mit Säuren erzeugte. Er erkannte, dass dieses Gas leichter als Luft war und explosiv mit Sauerstoff reagierte.
Die systematische Untersuchung von Wasserstoff und die Bestimmung seines Molekulargewichts wurden später von anderen Wissenschaftlern, darunter Antoine Lavoisier, Joseph Louis Gay-Lussac und Louis-Jacques Thénard, fortgesetzt.
Die molekulare Struktur von Wasserstoff wurde schließlich im 20. Jahrhundert durch verschiedene Methoden der Physik und Chemie, einschließlich spektroskopischer Techniken, genauer untersucht. Es wurde erkannt, dass Wasserstoffgas aus H2-Molekülen besteht, wobei jedes Molekül zwei Wasserstoffatome enthält.
Quelle: https://journals.lww.com/mgar/fulltext/2024/14020/successful_treatment_of_myalgic.7.as
