gefährliche Berufe

Was macht gerade diese beiden Berufe so riskant, dass dort jeder fünfte Mitarbeitende einen Unfall erlebt?

Die Schweiz gilt als sicher – doch in zwei Berufen lauern Risiken, die selbst erfahrene Profis herausfordern. Wer in der Forstwirtschaft arbeitet, bewegt sich täglich in einem Terrain, das sich nie zwei Tage gleich zeigt. Ein Baumstamm kann kippen, ein Ast im letzten Moment brechen, der Boden nachgeben, wenn man es am wenigsten erwartet. Dazu kommen schwere Maschinen, steile Hänge und Wetterbedingungen, die in Sekunden von harmlos zu gefährlich wechseln. Hier entscheidet oft ein einziger Fehltritt über den Unterschied zwischen Routine und Rettungseinsatz.

Auch auf Baustellen wird der Alltag schnell zum Abenteuer. Kräne schwenken tonnenschwere Lasten, Schleifgeräte und Sägen laufen im Dauerbetrieb, während Arbeiter gleichzeitig in der Höhe balancieren oder im Untergrund arbeiten. Die Dynamik ist enorm: mehrere Gewerke, enge Zeitpläne, wechselnde Teams – und jeder Schritt muss sitzen. Ein Moment der Ablenkung genügt, und aus einer Kleinigkeit wird ein schwerer Unfall.

Was diese zwei Berufe verbindet, ist der Mix aus Natur, Technik und menschlichem Faktor. Die Arbeit lässt sich kaum vollständig kontrollieren, doch sie fasziniert gerade deshalb: weil sie täglich fordert, Mut verlangt und Menschen an ihre Grenzen bringt. Wer dort arbeitet, weiss, dass Sicherheit nicht nur eine Regel ist, sondern ein ständiger Begleiter – und manchmal die letzte Verteidigungslinie gegen das Unvorhersehbare.

Im Jahr 2023 wurden in der Schweiz durch Versicherer der Suva insgesamt 286 000 Berufsunfälle und Berufskrankheiten registriert.

Im selben Jahr gab es 607 000 Nicht-Berufsunfälle (also Unfälle ausserhalb der beruflichen Tätigkeit) von Arbeitnehmenden.

In der Branche Forstwirtschaft und Holzeinschlag gilt: „mehr als jeder fünfte Mitarbeitende“ hatte 2023 einen Arbeitsunfall. 

In der Branche Baugewerbe (insbesondere Hoch- und Tiefbau) lag das Unfallrisiko bei mehr als einem Viertel der Beschäftigten. 

Beim Blick auf die Unfallhergänge: Etwas über ein Viertel der Berufsunfälle passieren durch „Aus- oder Abgleiten“ — etwa 70 000 Fälle. 

Ein weiterer Blick: Nahezu ein Viertel der Verunfallten wurde „durch einen Gegenstand“ getroffen – das ist der zweit-häufigste Unfallhergang. 

Gesamt-Kostenpunkt: Die Berufsunfälle verursachen erhebliche Kosten – laut Suva im Jahr 2023 über 6,9 Milliarden Franken

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